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Wieder Naziprobleme beim Neuköllner Falkenclub

Nazis bedrohen Falkenarbeit

  

In der Nacht auf Sonntag, den 24. Juni überprüfte die Polizei die Personalien von rund 100 Gästen einer Feier unter dem Motto "Beachparty gegen Rechts" im "Anton-Schmaus-Haus" (ASH), dem Jugendclub der Neuköllner Falken. Zuvor hatte dort auch eine Infoveranstaltung über rechte Strukturen in Neukölln stattgefunden. Nach Angaben der Polizei war es gegen 0.45 Uhr in der Nähe zu einer Auseinandersetzung mit Angehörigen der rechtsextremen Szene gekommen.

Falken im Visier der Nazis

"Als demokratischer Kinder- und Jugendverband lehnen wir jede Form der Gewalt ab", so ein Falkensprecher. "Völlig überraschend ist dieser Vorfall jedoch nicht. Schon seit Jahren gibt es im Süden Neuköllns rechtsextreme Strukturen. Immer wieder haben Nazis das ASH zum Ziel ihrer Aktionen gemacht", so der Sprecher weiter. "Wir fordern eine umfassende polizeiliche Aufklärung der rechtsextremen Szene in Neukölln, damit die Polizei die Möglichkeit hat, unsere Gäste und MitarbeiterInnen angemessen zu schützen."

Der Vorfall ist nur der jüngste in einer Serie von rechtsextremen Aktionen gegen die Falken. Das ASH ist der einzige linke Jugendclub im Süden Neuköllns. In der Nacht zum 3. Oktober 2006 wurden rechtsextreme Parolen an den Zaun geschmiert. Ende November 2006 sammelte sich etwa 40 Neonazis auf dem nahegelegenen U-Bahnhof Britz-Süd. Nur ein Eingreifen der Polizei konnte damals einen Angriff verhindern. In der Nacht zum 2. April 2007 wurden erneut rechtsextreme Slogans und Symbole an den Zaun des ASH gesprüht.

Engagement gegen Rechts geht weiter

"Es ist erschreckend, dass in dieser Gegend keine Veranstaltung gegen Rechts mehr stattfinden kann, ohne dass von Neonazis Störversuche zu erwarten sind", sagte ein Vertreter des Falken-Kreisvorstands Neukölln. "Wir setzen unser Engagement gegen Rechts fort!"

Als Konsequenz aus den rechtsextremen Aktivitäten im letzten Jahr haben die Neuköllner Falken 2007 ein umfangreiches antifaschistisches Bildungs- und Kulturprogramm begonnen und beteiligen sich an mehreren lokalen Bündnissen. Auch die Veranstaltungen vom Samstag waren Teil dieser Kampagne.

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